Was soll das mit der Wolke?

Wolke, Wolke – was soll das werden Sie fragen. Neumodischer Kram, brauchen wir nicht?

Wie in der Weltpolitik das Pendel zwischen Kapitalismus und Kommunismus hin und hergeschwungen ist, um schliesslich irgendwo bei einem guten Kompromiss (soziale Marktwirtschaft) fast stehen zu bleiben, so ist das mit der Cloud. Wie bitte?

Na ja, zugegeben, der Vergleich ist sonderbar. Aber hier geht es einfach um das Pendel zwischen lokaler und zentraler Rechenleistung. Das ist auch ein Pendel. Das eine Extrem war der Anfang mit den Großrechnern und dummen Datensichtgeräten. Hat funktioniert, war aber verbeserungsbedürftig. Dann kam über viele Jahre das andere Extrem: Die gesamte Leistung auf den Schreibtisch. Das funktioniert auch, ist aber manchmal eben nicht sinnvoll oder einfach unpraktisch.

Und im Moment beginnt es sich in der Mitte einzupendeln: Wieder mehr Host- Leistung, weil der Browser eigentlich ausreicht. Und überhaupt: Ein Pad oder Mobiltelefon hat eben nicht zu viel Leistung. Und die Informationen (sprich Daten) kommen auch von wo anders. Nämlich aus der Wolke. Eine Wolke ist eine Metapher, die bei den Computermenschen oft verwendet wird, wenn es um Präsentationen mit und um das Internet geht. Die Wolke ist alles, was man nicht mehr anfassen kann, weil es hinter einer kleinen Steckdose in der Wand verschwindet.

Und was ist jetzt der Clou daran? Das Tolle ist, dass es eben nicht mehr nur um das Speichern von Daten geht. Es stecken jede Menge Services dahinter, die man sich normalerweise nicht leistet. Das beginnt bei der Datensicherung, geht über komplette Applikationen, die nur pro Anwender pro Monat billig bezahlt werden bis zu Monstersystemen, die tausende von Servern beinhalten. Das hat den Vorteil, dass in der Summe wesentlich weniger Energie verbraucht wird und wesentlich mehr für wesentlich weniger Geld geleistet werden kann. Also ein echter Fortschritt. Und irgend einen Namen muss man ja dem neuen Kind geben.

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